#1 Mahnung mit hohen Bearbeitungsgebühren wegen eienr kleinen Unachtsamkeit von stephan1388 08.08.2013 08:36

Sehr geehrter Herr Dr. Brehm,
sehr geherter Herr Dr. Zimmeling,

kürzlich habe ich mich an der Uni online zum neuen Semester zurückgemeldet. Wie schon problemlos die fünf Male davor über das angebotene Einzugsverfahren. Also wie immer einen benötigten TAN aus der TAN-Liste, den Namen, Kontonummer und die Bankleitzahl eingeben. Danach war ich sofort für das kommende Wintersemester zurückgemeldet. Ich konnte mir eine Immatrikulationsbescheinigung ausdrucken und das Gebührenkonto zeigte an, dass der Betrag von 110 Euro für das nächste Semester bezahlt ist. Für mich war die Sache dann abgeschlossen.

Meine Kontoauszüge habe ich nicht explizit auf diese Abbuchung kontrolliert. Knapp zwei Wochen nach dieser Immatrikulation kam per Post eine Mahnung der Uni per Einschreiben. Mit einem Einbeschreiben der Uni habe ich natürlich gar nicht gerechnet, wo doch die letzten Prüfungen alle perfekt gelaufen sind.
Das Zulassungsamt der Uni hat mir ohne Vorwarnung eine Mahnung geschickt, weil sie bei der Abbuchung von meinem Konto eine Rücklastschrift der Bank erhalten haben. Sie fordern den Betrag zuzüglich 3 € Bankspesen und 30€ Bearbeitungsgebühren innerhalb einer Woche zurück – andernfalls werde ich zum 23. August exmatrikuliert.
Nach weiterer Recherche habe ich den Fehler entdeckt. Bei der Eingabe der Kontonummer habe ich die letzten beiden Ziffern vergessen. Ich habe sofort auf dem Zulassungsamt angerufen und die peinliche und missliche Lage erklärt. Immerhin habe ich mich immer absolut pünktlich und reibungslos zurückgemeldet – jetzt ist halt einmal ein Fehler passiert…
Die 30 € Bearbeitungsgebühr finde ich jedoch schon hart. Mit den 3 € könnte ich ja noch leben. Am Telefon konnte ich hier jedoch gar nichts bewirken.

Mich kommen bei dieser Sache einfach einige Dinge „spanisch“ vor.
- Das Onlinesystem hätte doch merken müssen, dass die fünfstellige Kontonummer nicht korrekt sein kann und das Konto bei der angegebenen BLZ nicht existiert.
- Das Onlinesystem hätte sich die Daten von den vorherigen fünf Rückmeldungen speichern können.
- Nachdem die Uni die „Rücklastschrift der Bank“ erhalten hat, hätten das Zulassungsamt oder ein Computersystem einfach erst mal eine Warnung verschicken können – am einfachsten per Uni-Mail, wo sonst jede noch so unwichtige Information verschickt wird.
Weiterhin sollte man auch noch bedenken, dass die normale Onlinerückmeldung noch bis zum 31. August durchgeführt werden kann. Ich habe mich vorbildlich schon ganz am Anfang des Rückmeldezeitraums zurückgemeldet. Nun kann ich also exmatrikuliert werden, bevor der offizielle Rückmeldezeitraum beendet ist?!

Gibt es vielleicht noch irgendeine Sache, die ich bis nächste Woche in einem sachlichen, netten und höflichen Schreiben an das Zulassungsamt erwähnen kann, um die Bearbeitungsgebühren abzuwenden?

Über ein paar Vorschläge würde ich mich wirklich sehr freuen.

#2 RE: Mahnung mit hohen Bearbeitungsgebühren wegen eienr kleinen Unachtsamkeit von Zimmerling 05.09.2013 13:53

avatar

Wenn geschuldete Gebühren nicht pünktlich eingehen, sind üblicherweise Bearbeitungsgebühren fällig. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob Sie mit 30 € Bearbeitungsgebühren oder mit 3 € Bearbeitungsgebühren leben könnten. Entscheidend ist, ob es insoweit eine Rechtsgrundlage für die Erhebung von Bearbeitungsgebühren in Höhe von 30 € gibt. Diese Frage können Sie ruhig der Universität stellen. Wenn sie eine derartige Rechtsgrundlage haben, macht es überhaupt keinen Sinn, insoweit weiter zu zanken.