#1 Master Wirtschaftingenieurwesen HTW Saar von Gast1 25.08.2015 10:38

Guten Tag,

mich würde interessieren wie die Chancen einer Studienplatzklage für der o.g. Master stehen. NC in der Vergangenheit soll wohl zwischen 2,5 und 2,8 gelegen haben. Eigener Schnitt aktuell bei 2,9 (allerdings stehen noch 2 hochgewichtige Klausuren aus) evtl. ist 2,7-2,8 erreichbar.
Könnte also eine knappe Entscheidung werden. Gibt es bezüglich der Thematik und des genannten Auswahlverfahrens Erfahrungswerte? Lohnt sich bei der knappen Entscheidung überhaupt eine Klage oder sollte man lieber abwarten und auf einen sich niedriger ergebenden NC warten?

Vielen Dank im Voraus.

#2 RE: Master Wirtschaftingenieurwesen HTW Saar von Zimmerling 25.08.2015 11:46

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Bei einer Studienplatzklage muss man differenzieren: So passiert es immer wieder, dass auch in einem Masterstudiengang Studienplätze frei bleiben, weil es nicht genügend Bewerber gibt mit der von der Hochschule geforderten Abschlussnote im Bachelorstudiengang. Wenn eine Hochschule als Zugangsvoraussetzung die Bachelornote 2,5 verlangt und der Bewerber hat 2,8 oder 2,9, so scheitert er bereits aus diesem Grunde mit seiner Bewerbung. Insoweit macht es überhaupt keinen Sinn, zu streiten. Manche Hochschulen sind allerdings insoweit "hinterhältig", indem sie als Zugangsvoraussetzung zum Masterstudiengang die Vorlage eines Scheines in einem bestimmten Fach verlangen, das es praktisch nur bei dieser Hochschule im Bachelorstudiengang gibt. Damit will die Hochschule ihre eigenen Absolventen "schützen", indem sie bessere Zugangsvoraussetzungen zum Masterstudiengang haben. Dieser Missbrauch ist allerdings rechtswidrig.

Sofern die Zugangsvoraussetzungen zum Masterstudiengang erfüllt sind und der Bewerber dennoch keine Zulassung erhalten hat, stellt sich in kapazitätsrechtlicher Hinsicht die Frage, ob weitere Studienplätze im Masterstudiengang vorhanden sind. Dies ist die eigentliche "Studienplatzklage" (so wie sie vielfach in jedem Semester geführt wird).

Bei der HTW ist allerdings zu beachten, dass zumindest im vorangegangenen Wintersemester 2014/2015 die Zulassungsgrenzen (Note des Bachelorzeugnisses) von unzuständigen Gremien festgesetzt wurden und somit unwirksam waren (zumindest nach unserer Auffassung, das Gericht hat die Frage nicht entscheiden müssen). Auf jeden Fall ist es wenig sinnvoll, eine Studienplatzklage auf spätere Semester zu verschieben, da erfahrungsgemäß der geforderte Numerus Clausus von Jahr zu Jahr steigt.

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