#1 Widerspruch gegen Ablehnungsbescheid Uni Saarland nach dualem Bachelor der ASW von bachelormaster 16.09.2015 11:24

Sehr geehrte Rechtsanwälte,

nach meinen Bachelorabschluss an der ASW Berufsakademie Neunkirchen habe ich für den Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik an der Uni des Saarlandes beworben.

Letzte Woche habe ich einen Ablehnungsbescheid mit der Begründung "Bachelorabschluss nicht vergleichbar und/oder Gesamtzahl erforderlicher CP nicht nachgewiesen", gegen den ich nun Widerspruch einlegen kann (und möchte).

Laut Prüfungsordnung dieses Masterstudiengangs ist die einzige Zulassugnsvoraussetzung ein Bachelorabschluss in Wirtschaftsinformatik mit 180 ECTS oder einen vergleichbaren Abschluss mit mind. der Note 3,0.
Die Note meines Bachelorabschlusses ist wesentlich besser als 3,0 und mein Studiengang hatte genau 180 ECTS. Somit sollte ich die Zulassungsvoraussetzungen ja erfüllen.

Laut §4a (2) des saarl. BerAkadG ist mein (akkreditierter) Bachelorabschluss der ASW mit einem Hochschulabschluss gleichgestellt. Und laut §60 (1) des Universitätsgesetzes sollten Studienleistungen von Berufsakademien anerkannt werden.

Meine Frage nun: Reicht ein einfacher Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid mit Berufung auf die o.g. Paragraphen aus, um eine Zulassung zu erhalten und sollte der Widerspruch durch einen Anwalt erfolgen oder kann man dies selbst übernehmen? Wie hoch sind meine Chancen auf eine Zulassung generell?

Falls die Unterstützung eines Anwaltes in diesem Fall sinnvoll ist, kontaktiere ich Sie auch gerne telefonisch.

Mit freundlichen Grüßen

#2 RE: Widerspruch gegen Ablehnungsbescheid Uni Saarland nach dualem Bachelor der ASW von Zimmerling 17.09.2015 14:55

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Das Problem bei den Absolventen der ASW liegt am Unwillen der Universität, diese alsdann in einem Masterstudiengang weiterstudieren zu lassen. So wird geltend gemacht, dass einige der von Ihnen absolvierten Lehrveranstaltungen an der ASW vom Inhalt und dem Niveau nicht den vergleichbaren Lehrveranstaltungen an der Universität entsprechen. Wir hatten hierüber in der Vergangenheit mehrfach mit der Universität gestritten, zu irgendeiner Gerichtsentscheidung kam es jedoch letztendlich nicht, weil die Mandanten anderweitig "versorgt" werden konnten. Ohne gerichtliche Auseinandersetzung werden Sie mit ziemlicher Sicherheit keine Zulassung im Masterstudiengang bei der Universität des Saarlandes erhalten, allerdings kann Ihnen auch niemand garantieren, dass Sie einen Zulassungsrechtsstreit gewinnen werden.