#1 Nichtanerkennung der Prüfungsunfähigkeit seitens des LPA trotz amtsärztlichem Attest und Nötigung zum Unterzeichnen eines Vergleiches von tina pullwitt 07.12.2015 11:30

Hallo liebes Forum!
Ich musste daß Physikum dreimal wegen Krankheit abrechen,die Krankheit wurde auch amtsärztlich bestätigt. Nun unterstellt mir das hess. LPA einen Vorsatz und möchte den letzten Abruch als nicht bestanden werten wenn ich nicht einen Vergleich unterzeichne,der beinhaltet das ich jetzt im Frühjahr am Physikum teilnehme und dieses auch nicht abbreche ,egal was auch immer passiert.
Das heißt quasi für mich sollte ich irgendwie krank sein egal ob zur mündlichen oder schriftlich bin ich gezwungen trotzdem hinzugehen.
Kann mir jemand weiterhelfen? Ich muss dem LPA bis zum 11.12 meine Entscheidung mitteilen. Wenn ich nicht unterschreibe verliere ich jeden Prüfungsanspruch.Ich habe mündl. Nur noch einen Versuch, schriftlich noch zwei.
Lieben Dank

#2 RE: Nichtanerkennung der Prüfungsunfähigkeit seitens des LPA trotz amtsärztlichem Attest und Nötigung zum Unterzeichnen eines Vergleiches von Zimmerling 07.12.2015 17:00

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Über das Verlangen des Prüfungsamtes, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, dass die Wiederholungsprüfung nicht abgebrochen wird, "egal, was auch immer passiert", kann man heftig streiten. Wir halten ein derartiges Begehren eines Prüfungsamtes für schlichtweg unzulässig. Man kann sicherlich die Rücktrittsmöglichkeiten einschränken. Es ist jedoch auch z.B. denkbar (was hoffentlich nicht geschieht), dass Sie am Tag vor der Prüfung einen so schweren Autounfall haben, dass Sie bewusstlos im Krankenhaus liegen und beim besten Willen nicht an der Prüfung teilnehmen können. Dass für einen derartigen Fall eine derartige Vereinbarung keine Gültigkeit haben kann, steht außer Frage. Es stellt sich insoweit letztendlich nur die Frage: wird diese Vereinbarung entgegen dem Wortlaut einschränkend interpretiert (somit Rücktritt bei einem wichtigen Grund) oder wird eine derartige Vereinbarung für schlichtweg nichtig erachtet (wozu der Unterzeichner neigt). Nervenschonender ist es natürlich, wenn man vor der Prüfung eine entsprechend modifizierte Vereinbarung erreicht.

#3 RE: Nichtanerkennung der Prüfungsunfähigkeit seitens des LPA trotz amtsärztlichem Attest und Nötigung zum Unterzeichnen eines Vergleiches von tina pullwitt 07.12.2015 22:07

Vielen Dank für die prompte Antwort.
Der Leiter des Instituts hat mir lediglich mündich zugesagt dass in so einem drastischen Fall (Unfall ),er von dem Vergleich abweichen würde. Nun ist eine mündliche Zusage keinen Pfifferling wert. Daß heißt ja auch daß er andere Krankheiten nicht akzeptieren würde. Ich hatte versucht die Sache einigermaßen diplomatisch zu klären, war aber fruchtlos.
Ich möchte den Vergleich auch nicht unterzeichnen was aber auch bedeutet, dass mir das letzte Examen als nicht bestanden gewertet wird und ich damit raus bin. Zumal setzt es mich auch psychisch unter Druck. Ich müsste dann quasi Widerspruch gegen den Nichtbestehen Bescheid einlegen das dauert allerdings so lange das ich im März an dem Examen garnicht teilnehmen könnte.
Wie könnte ich denn die Herrschaften vom LPA dazu bringen von ihrem Vergleich abzubringen. Angebote meinerseits gab es.Ich hatte denen zugesagt und würde es auch unterschreiben den schriftlichen Teil nicht abzubrechen. Lg und vielen Dank

#4 RE: Nichtanerkennung der Prüfungsunfähigkeit seitens des LPA trotz amtsärztlichem Attest und Nötigung zum Unterzeichnen eines Vergleiches von Zimmerling 08.12.2015 13:46

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Wie man "die Herrschaften vom LPA" dazu bringen kann, vernünftig zu agieren, wissen wir auch nicht. Wir versuchen seit mehr als 40 Jahren dieses Rätsel zu lösen. Letztendlich bleibt häufig nur der Weg zum Gericht, was allerdings nicht nur mit einem erheblichen Kostenrisiko, sondern auch mit einem erheblichen Zeitverlust verbunden ist. Ab und zu kann man allerdings darauf spekulieren, dass bei Einschaltung eines Rechtsanwaltes das LPA "vernünftig" wird, im Hinblick auf den ansonsten anfallenden Arbeitsaufwand. Dies ist aber (häufig) nur reine Spekulation.

#5 RE: Nichtanerkennung der Prüfungsunfähigkeit seitens des LPA trotz amtsärztlichem Attest und Nötigung zum Unterzeichnen eines Vergleiches von tina pullwitt 09.12.2015 07:28

Jaa das LPA.....
Eine Frage hätte ich noch. Wenn ich diesen Vergleich jetzt unterschreibe und es kommt zu dem Fall das ich von der Prüfung zurücktreten muss,kann ich dann noch im Zweifelsfall gegen diesen Vergleich gerichtlich vorgehen?
Lg und vielen Dank
Ich hatte vergessen zu erwähnen das ich mit der Unterzeichnung jeden weiteren Prüfungsanspruch verliere.Schriftlich hab ich schließlich noch zwei versuche.